Aktuell
Editorial
Die Region
Stadt & Land von A - Z
erlebenswert von A - Z
Abtei Maria Laach
Alte Wegekreuze
Bimsmuseum
Brohltalbahn
Burg Eltz
Burg Namedy
Burg Pyrmont
Burg Rheineck
Burgruine Olbrück
Burgruine Wernerseck
Eifelmuseum Mayen
Fossil Studio Kottenheim
Grube Bendisberg
Gut Nettehammer
Hl.-Kreuz-Kapelle Mertloch
Heimatmuseum Bermel
Hoche-Grab Weißenthurm
Hochkreuz bei Thür
Hohe Acht
Katteneser Mühlental
Kloster Springiersbach
LAPIDEA Mayen
LAVADOME Mendig
Maria Martental
Moselschiefer-Straße
Mühlen am Nothbach
Mühlen im Schrumpftal
Museum Münstermaifeld
Naturdenkmal Baumallee
Nürburg
Pellenzmuseum Nickenich
Propstei Buchholz
Reichsburg Cochem
Rodder Maar
Römerwarte Katzenberg
Röm. Grab in Nickenich
Schieferbergwerk Mayen
Schloss Brohleck
Schloss Bürresheim
Schwanenkirche Roes
Schweppenburg
Stadtmuseum Andernach
Stiftsbezirk Karden
Stiftskirche Münstermaifeld
Urmitzer Heimatmuseum
Wallfahrtsort Fraukirch
Wallfahrtskirche St. Jost
Tempelanlage Martberg
TERRA VULCANIA Mayen
Vulkanisches Erbe von A - Z
Wacholderheiden
Wanderland
Naturgenuss Osteifel
Nürburgring von A - Z
Leute & Unternehmen
Reiseerlebnis Osteifel
Gut für Leib & Seele A - Z
Freizeit  & Sport  A - Z
Tradition & Feste
Kostenloser Routenplaner
Archiv
Fotoservice
Kontakt
Impressum


Karden an der Mosel

Frühlingsstimmung in Karden mit seinem "Moseldom" (Foto:Ulrich Siewers PR)

Der Fremdenverkehrsort Treis-Karden an der landschaftlich reizvollen Untermosel hat mehr zu bieten, als nur Wein- und Burgenromantik. Die gallo-römischen Tempelanlagen auf dem nahen Martberg und der historische Stiftsbezirk im Ortsteil Karden sind lohnende Ausflugsziele für Kultur- und Geschichtsinteressierte.


Castorbrunnen KardenAls durch Kaiser Konstantin das Christentum frei wurde, entwickelte es sich im 1. Jh. zunächst in Trier und in den Städten am Rhein. Erst im 4. Jh. zogen fromme Glaubensboten moselabwärts, um den gallischen Heiden auf dem Lande das Evangelium zu predigen. Zu den ersten dieser Glaubensboten gehörte ein vermutlich aus Aquitanien stammender Priester namens Castor (Kastor),  der in der Nähe der Siedlung Karden (Vicus cardena) um 350 als Einsiedler gelebt und die erste christliche Gemeinde an der Mosel gegründet haben soll.




Statue des Hl. Kastor auf dem nach
ihm benannten Brunnen in Karden

(Foto: Lothar SpurzemWIKIMEDIA)

Um seine Person und die Geschichte des Moselortes ranken sich zahlreiche Sagen und Geschichten, denn schriftliche Belege gibt es aus dieser Zeit nicht. Castor galt nach seinem Tod als Heiliger und wurde später zum Patron der Stadt Koblenz, wohin man im Jahre 837 seine Gebeine brachte und in der nach ihm benannten Kirche St. Kastor als Reliquien verehrte.


Karden StiftskircheDie Stiftskirche St. Castor, auch als „Moseldom“ bekannt, beherrscht mit ihren drei mächtigen Türmen den Ortsteil Karden am linken Ufer der Mosel. In den Jahren 1183 - 1295 erbaut, gilt sie als kunstgeschichtlich bedeutendster Sakralbau zwischen Trier und Koblenz. Im Innern des ursprünglich romanischen Bauwerkes steht ein spätgotischer Terrakottaaltar- der einzige noch erhaltene in Europa. Sämtliche Figuren des beeindruckenden Kunstwerkes sind aus Ton hergestellt. Eine weitere Kostbarkeit stellt die dreimanualige Barockorgel des Johann Michael Stumm aus dem Jahr 1728 dar.


Die Stiftskirche (Foto: Ulrich Siewers PR)

Stumm-Orgel Karden


Die berühmte Stumm-Orgel in der Stiftskirche St. Castor aus dem Jahr 1728 im Stil des Barock
(Foto: Ulrich Siewers PR)


Eine ausführliche Beschreibung der heutigen Pfarrkirche St. Castor finden Sie >>> hier

Sankt Castor KardenSeit dem späten 9. Jahrhundert war Karden Sitz eines der fünf Verwaltungsbezirke des Erzbistums Trier. Das Oberhaupt des Kardener Stifts war gleichzeitig Chorbischof eines Gebietes, das von Andernach bis Bacharach im Osten und von Wittlich bis Traben-Trarbach im Westen reichte. Das Kardener Kollegiatstift bestand fast 1 000 Jahre lang, bis es 1802 unter Napoléon im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde.


Die geschnitzte Holzkanzel zieren besonders ausdrucksvoll die Evangelisten des Neuen Testaments - hier der Hl. Lukas mit dem geflügelten Stier
(Foto: Ulrich Siewers PR)

Burghaus  Karden

Am Moselufer steht das trutzige Burghaus, das 1562 als Amtssitz für
den kurtrierischen Schultheißen erbaut wurde
(Foto: Ulrich Siewers PR)


Korbisch Haus Karden

Das "Korbischhaus" aus dem 12. Jahrhundert (Foto: Ulrich Siewers PR)

Beim anschließenden Rundgang durch den Ortskern mit seinen liebevoll gepflegten Fachwerkhäusern und gemütlichen Winzerstuben gibt es einiges zu entdecken. Vom einstigen Reichtum des Stiftes zeugen heute noch zahlreiche sehenswerte Gebäude im Stiftsbezirk rund um die Kirche. Gleich hinter der Bahnunterführung steht ein imposantes Bauwerk, das mit einem vorgebauten Wohnturm und seinen buntbemalten Rundbogenfenstern den Baustil des 12. Jh. verkörpert.

Es handelt sich um das ehemalige Wohngebäude des Archidiakons, auch "Korbisch" (Verballhornung von Chorbischof) genannt, und zählt zu den bekanntesten spätromanischen Profanbauten des Landes. Am alten "Buttermarkt" und am heutigen „Lindenplatz“ fallen einige der alten Kanonikerhäuser durch kunstvolles Fachwerk und reichverzierte Giebel auf. Dazu zählt auch die ehemalige Stiftsschule, ein beeindruckendes Fachwerkgebäude aus dem 15. Jh. mit steinernem Treppengiebel. Diese Wohnhäuser lagen einst in der Stiftsimmunität, einem geschlossenen Bereich, der ausschließlich der Autonomie des Kollegiatsstiftes unterstand.

St. Castor Stiftsbezirk

Die Sankt-Castor-Straße in Karden (Foto: Ulrich Siewers PR)

Wo bis zur Zerstörung durch amerikanische Truppen im Jahr 1945 ein Tor den Zugang durch die Sankt-Castor-Straße regelte, erinnert heute ein prächtiges Wirtshausschild über der Straße, auf dem das ehemalige Stiftstor abgebildet ist.


Karden ZehnthausHöhepunkt unseres Rundganges ist der Besuch des Stiftsmuseums im renovierten Zehnthaus von 1238. Ursprünglich lagerten hier die Waren, die das Stift von seinen Pfarreien als Abgaben erhielt. Außerdem beherbergte es den Speisesaal (Refektorium) der Stiftsherren. Durch ein Tor gleich neben der Kirche gelangt man zunächst in den ehemaligen Kreuzgarten, wo sich der Eingang zum Museum befindet.




Das Museum befindet sich im ehemaligen Zehnthaus

(Foto: Ulrich Siewers PR)

Stiftsmuseum Karden







Modelle der Tempelanlage
auf dem Martberg und einer Töpferei im Museum
(Foto: Ulrich Siewers PR)

Die Exponate dokumentieren mehr als 2 000 Jahre Religionsgeschichte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der treverisch-römischen Kulturepoche. Gezeigt werden Fundstücke der Tempelanlage auf dem Martberg zwischen Pommern und Karden, die zunächst den Kelten als Tempelbezirk diente, später von den Römern erweitert wurde und bis ins 4. Jh.n. Chr. bestand.

Der Moselort selbst entwickelte sich damals zueinem wichtigen regionalen Töpferzentrum in der Römerzeit, wie die ausgestellten Funde deutlich belegen. Rekonstruktionen und detaillierte Modelle ergänzen die Artefakte. Wie sich seit dem
4. Jahrhundert das Christentum in und um Karden verbreitete, dokumentieren diverse frühchristliche Fundstücke.

Außerdem präsentiert die Ausstellung Kunstschätze des ehemaligen Kollegiatstiftes St. Castor. Dazu zählen Vortragskreuze aus dem 12. Jahrhundert, reich ausgeschmückte Mess- und Gebetsbücher des 14 .- 17. Jahrhunderts sowie zahlreiche wertvolle Kreuze, Kelche sowie eine Strahlenmonstranz aus dem 18. Jahrhundert. Zahlreiche großformatige Darstellungen ergänzen die höchst sehenswerte Ausstellung.

Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag: 14 – 17 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr
Gruppen (ab zehn Personen) auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung


Mit dem Auto/Motorrad:
Autobahn A48 Koblenz-Trier - A48 Anschlussstelle Kaifenheim – der Ausschilderung Treis-Karden folgen – kostenlose Parkplätze am Moselufer

Mit Zug und Bus:
 
von Koblenz nach Treis-Karden, Züge verkehren im Stundentakt


Tourist-Information Ferienland Treis-Karden
St. Castor-Str. 87
56253 Treis-Karden
(im Bahnhof Ortsteil Karden)

fon +49 (0) 26 72  915 77 00
fax +49 (0) 26 72  915 76 96
mail to  info@ferienland-treis-karden.de

mehr Informationen gibt es >>> hier