Aktuell
Editorial
Die Region
Stadt & Land von A - Z
erlebenswert von A - Z
Vulkanisches Erbe von A - Z
Bims an Rhein und Nette
Deutsche Vulkan-Strasse
"Die Ahl" bei  St. Johann
Gleitfalte am Dachsbusch
Hannebacher Ley
Historische Lay Ettringen
Hufeisenkrater Bausenberg
Königssee Oberdürenbach
Kottenheimer Winfeld
Laacher See
Lavaabbau am Eppelsberg
Lavaabbau am Herchenberg
Mayener Grubenfeld
Mineralquellen
Naturschutzgebiet Bellerberg
Naturschutzgebiet Hochbermel
Rauscherpark Plaidt
Riedener Vulkan
Römerbergwerk Kretz
Trassabbau im Brohltal
Tuffsteinbrüche Weibern
Vulkan-Baustil
Vulkanpark Brohltal
Vulkanpark Mayen-Koblenz
Wingertsbergwand Mendig
Wolfsschlucht Tönisstein
Wacholderheiden
Wanderland
Naturgenuss Osteifel
Nürburgring von A - Z
Leute & Unternehmen
Reiseerlebnis Osteifel
Gut für Leib & Seele A - Z
Freizeit  & Sport  A - Z
Tradition & Feste
Kostenloser Routenplaner
Archiv
Fotoservice
Kontakt
Impressum


Hannebacher Lay

Die Hannebacher Ley - heute ein Naturparadies
(Foto: Ulrich Siewers PR)

Etwa 1.000 Meter östlich des Örtchens Hannebach liegt, von dichtem Buchen- und Eichenniederwald bedeckt, eine Basaltkuppe, die Hannebacher Ley (auch Hannebacher Lay). Ein aufgelassener Steinbruch an ihrer Südflanke diente bereits im 17. Jahrhundert zur Gewinnung eines besonders feinkörnigen Basaltgesteins, das sich hervorragend zu Mühlsteinen, Wegekreuzen oder Werksteinen verarbeiten ließ. Es wird berichtet, dass 1928 Basaltlava aus Hannebach für die Steinerneuerung im Sockel des Kölner Doms bestellt und geliefert wurde.
Entstanden ist dieser wertvolle Naturstein vor etwa 470.000 Jahren. Das Brohltal bestand damals noch nicht, denn sonst wäre die Lava hinein geflossen.



Die Seilbahnstation an der Hannebacher Ley (Foto: Heimatverein Oberzissen)

In den 1920er Jahren erwarb die Steinhandel Rauen AG aus Mühlheim/Ruhr eine Konzession für den Betrieb des Steinbruchs im oberen Brohltal, um das begehrte Naturgestein im großen Stil abzubauen. Zu diesem Zweck errichtete die Firma 1924 in Oberzissen ein großes Schotterwerk. Der Weitertransport des Schottermaterials zum Rheinhafen in Brohl erfolgte mit der Brohltalbahn. Von Brohl aus erfolgte der Weitertransport per Schiff oder mit der Reichsbahn. Der Basalt aus dem Brohltal diente europaweit als Baumaterial für den Straßenbau, zur Uferbefestigung an Flüssen, Kanälen und an der Meeresküste. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Arbeit in der Hannebacher Ley eingestellt >>> mehr

Hannebacher LayIn der Zeit des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkriegwurde die Schotterproduktion wieder aufgenommen. Mittels einer Seilbahn gelangte von 1950 - 1970 das Steinmaterial von der Hannebacher Ley ins Brohltal, wo es zerkleinert wurde, um per Bahn und später auch mit dem Lkw an den Rhein gebracht zu werden.

Spuren der Steinbrecher
(Foto: Ulrich Siewers PR)


Doch das ist alles längst Geschichte. Wo einst die Presslufthämmer ratterten und Feldloren unter der schweren Last ächzten, kreist heute einsam der Bussard über einem der schönsten Felsbiotope des Brohltals. Lediglich moosbedeckte Betonsockel und verrostete Teile der Seilbahnstation erinnern an die einstige industrielle Ausbeutung der Bodenschätze.

Industriespuren







Spuren der industriellen Vergangenheit...

(Foto: Ulrich Siewers PR)

Industriespuren

... rosten im dichten Unterholz vor sich hin
und werden allmählich Bestandteil eines einzigartigen Biotops im oberen Brohltal
(Foto: Ulrich Siewers PR)


Im ehemaligen Steinbruch "Hannebacher Ley" kommen über 20 verschiedene Mineralien vor. Eines davon ist das seltene Mineral  Hannebachit. Erstmals gefunden und beschrieben wurde Hannebachit 1985 >>> mehr


Tourist-Information Brohltal
Rathaus
D 56651 Niederzissen
fon +49 (0) 26 36 19 433
fax +49 (0) 26 36 80 146
e-mail tourist@brohltal.de


Öffnungszeiten:
Mai - Oktober:
Mo - Fr  08.30 - 17.00 h
Sa - So 10.00 - 13.00 h

Die Tourist-Information Brohltal hat am Rathaus in Niederzissen ein Außen-Infoterminal für Gäste und Einheimische eingerichtet,das jederzeit kostenlos über das touristische Angebot im Brohltal informiert >>> mehr